Blühendes Immendorf    
  Bürgerinitiative für Stadtteilentwicklung und Naturschutz in Köln-Immendorf  
 

ENTFLECHTUNGSSTRAßE

An dieser Stelle wollen wir alle Informationen zur Entflechtungsstraße zusammenfassen. 


Warum ist die Entflechtungsstraße notwendig?
Info-Videos
Was kann ich/jeder machen?


Nächster Termin:

Am Dienstag, den 09.11.2021 tagt der Rat der Stadt Köln und entscheidet unter Anderem über die Entflechtungsstraße.


Neues (Update vom 01.10.2021):


In den letzten Monaten (Juni-August) haben wir weiterhin der politischen Vertretung im Kölner Süden ein vor Ort Gespräch angeboten, um unsere Sicht darzulegen. Reagiert auf ein Gesprächsangebot haben Herr Wolters und Herr Nies (FDP), Frau Sollbach und Herr Hertel (SPD), Frau Castor-Cursiefen und Herr Gießen (Die GRÜNEN). Alle gerade genannten Personen konnten nur Unverständnis für die bisherige Vorzugsvariante der Stadtverwaltung (Variante A) und Unterstützung für unsere kombinierte Variante (wir nennen diese Variante G2) ausdrücken.

Der Verkehrsausschuss sowie der Ausschuss für Klima, Umwelt und Grün, deren Mitglieder wir im Vorfeld der Sitzungen mit Infoschreiben versorgt haben, haben am 31.08.2021 und am 02.09.2021 nicht über die zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Vorzugsvariante A abgestimmt, sondern diese Entscheidung an die Politik und somit an die Bezirksvertretung Rodenkirchen weitergegeben.

In der Sitzung der Bezirksvertretung Rodenkirchen am 06.09. wurde ein gemeinsamer Änderungsantrag (Grüne, SPD, FDP) mehrheitlich gegen die Stimmen der CDU-Fraktion beschlossen, der besagt, dass Variante A nicht weiterverfolgt werden soll, sondern unsere vorgeschlagene kombinierte, dammlose Variante.


Der Stadtentwicklungsausschuss hat die Angelegenheit ebenfalls in ihrer Sitzung am 09.09.2021 in den Rat der Stadt Köln verwiesen. Auf diesen Termin bereiten wir die Mitglieder des Rats nun vor und hoffen auf eine Abstimmung in unserem Sinne! Anschließend würde das Planfeststellungsverfahren beginnen. Ab diesem Zeitpunkt können nur noch Eingaben bezüglich Kleinigkeiten gemacht werden; an größeren Dingen, wie Lage der Straße, ist dann nicht mehr zu rütteln.


Im Folgenden findet ihr eine Historie der Ereignisse:


In einer ersten, die Entflechtungsstraße betreffende Bürger-Infoveranstaltung in der Turnhalle der Anne-Frank-Grundschule in Rondorf am 02.03.2020 wurde der damalige Ratsbeschluss der Entflechtungsstraße vorgestellt. Dort wurde die Lage der Entflechtungsstraße nördlich der Straße vor dem Dorf ohne einen Damm dargelegt. Abweichend dazu haben wir im weiteren Jahresverlauf 2020 Informationen erhalten, die darauf schließen ließen, dass im Speziellen eine Variante südlich der Straße Vor dem Dorf von dem Planungsbüro forciert würde. Diese Variante (mit dem Namen Variante E) sah eine am Scheitelpunkt mindestens 6 Meter hohe Dammstraße vor, die durch einen geschützten Landschaftsbestandteil, eine Ausgleichsfläche sowie eine im Biotopkataster geführte, ehemalige Kiesgrube verlaufen sollte. Für den Damm und die ehemalige Kiesgrube wären erhebliche Erdaufschüttungen erforderlich gewesen. Der Abstand zur Wohnbebauung von Immendorf hätte sich durch diese sehr südliche Variante auf 150 Meter reduziert. Im Dezember 2020 wurde diese Variante (und nur diese!) der BV Rodenkirchen auf Anfrage vorgestellt.

Nach ersten Protesten inkl. der Schaffung einer breiten Öffentlichkeit durch die Kölner Presse unsererseits konnten uns (bis heute) keinerlei Vorteile plausibel erläutert werden. Technisch unsaubere Arbeit und fadenscheinige Behauptungen konnten durch uns widerlegt werden. Hier sind nur exemplarisch das Kreuzen von Produktleitungen sowie die Wasserschutzzone zu nennen.

Warum eine solche sowohl wirtschaftlich als auch unter Umweltaspekten nachteilige Variante als einzige vorgestellt wurde und nicht von Beginn an auf die nördlicheren landwirtschaftlichen Flächen (wie bei dem Öffentlichkeitstermin in der Anne-Frank-Schule vorgesehen) zwischen der Straße Vor dem Dorf und Rondorf ausgewichen wurde, welche auch die logische, in direkter Luftlinie verlaufende Trasse bedeutet hätte, konnte uns nicht plausibel nähergelegt werden.

Aufgrund unserer Anstrengungen wurde eine ordnungsgemäße Variantenprüfung und eine Bewertungsmatrix erstellt, die eine Objektivierung, von nun mehreren Varianten stützen sollte. Ein Vertreter der Stadtverwaltung hat in einem Termin mit uns zugestimmt, dass der bisherige Planungsablauf (nur eine und nicht mehrere Varianten) als unzulässig bezeichnet werden kann. In dieser neuen Darstellung erscheint es nun doch möglich, die Straße vom Kreisverkehr am Kiesgrubenweg/Giesdorfer Allee kommend in direkter Luftlinie verlaufend sowie ohne Damm zu realisieren, trotz Wasserschutzzone sowie Produktleitungen.

Die vor dem Änderungsantrag existierende Vorzugsvariante A ist eine Verbesserung zu der südlichen Variante E (und die neu dazugekommene Variante E2). Wichtig zu beachten ist allerdings: Variante A würde immer noch auf einem bis zu 6m hohen Damm geführt werden. Was aber spricht gegen einen weiter nördlichen Verlauf der Straße (wie bei dem Öffentlichkeitstermin in der Anne-Frank-Schule vorgesehen), bei dem eine Realisierung ohne Damm möglich ist? Laut Planer und Stadtverwaltung das schlechtere Abschneiden in der Bewertungsmatrix und die Notwendigkeit einer Entwässerungsanlage. Machen Sie sich aber bitte bewusst, dass die Unterschiede in der Bewertungsmatrix marginal sind und die Notwendigkeit einer Entwässerungsanlage, die jetzt als großes Manko von Variante G und F gesehen wird, bereits bei der Bewertung in der Matrix mitberücksichtigt wurde. Ebenso stellt eine Entwässerungsanlage keinerlei technische Herausforderung dar, was daran zu erkennen ist, dass im weiteren Verlauf bei der Querung der Stadtbahn eine solche Entwässerung vorgesehen ist. Das einzelne Hervorheben von bereits bewerteten Punkten, widerspricht dem Sinn einer Bewertungsmatrix!

Bei genauer Betrachtung der städtischen Bewertungsmatrix fällt direkt auf, dass eine Kombination von zwei Varianten untereinander erhebliche Vorteile bringen kann.

Unsere vorgeschlagene Kombination aus Variante G im östlichen Bereich (Geländesprung/Alluvialrinne) und Variante A im westlichen Bereich (Kiesgrube/Biotop) ist die Variante, die die Bezirksvertretung nun im Änderungsantrag mehrheitlich beschlossen hat.

Unsere kombinierte Variante liegt der Stadtverwaltung und dem Planungsbüro seit dem 16.06.2021 vor und wurde auch erläutert. Herr Potthof Planer und Inhaber des planenden Ingenieurbüros IPL hat in der Bürger-Infoveranstaltung am 01.07.2021 auf Nachfrage angekündigt, diese Variante ebenfalls prüfen zu wollen. Eine Stellungnahme liegt uns bis dato noch nicht vor.

Dass die naheliegende Kombination von Variante A und G nicht automatisch als eigenständige Variante erstellt wurde, bestärkt uns in der Annahme, dass eine, mit Verlaub, irrsinnige Variante, wie die südliche Variante vom Mai 2020 aber generell auch ein Dammbauwerk ihren Ursprung in der Bauerwartungslandschonung haben könnte und private Interessen vor Gemeinwohlinteressen stehen. Hier könnte sich die Vermutung aufdrängen, dass mit Steuermitteln eine teurere Straßenvariante realisiert werden soll, um städtisches und in Privatbesitz befindliches Bauerwartungsland zu schonen.

Die Dorfvereine „Immendorf 2000 e.V.“ als auch die Bürgerinitiative „Blühendes Immendorf“ sehen bei der von uns vorgeschlagenen Variantenkombination die Chance auf einen größtmöglichen innerdörflichen Konsens, so dass das Risiko weiterer Verzögerungen im Planungsablauf minimiert werden könnte. Auch dieses Risiko einer Verzögerung durch Rechtsstreitigkeiten haben wir in unserer Version der Bewertungsmatrix eingefügt.

Wir Immendorfer setzten uns konstruktiv für die beste Lösung ein.

Wir unterstützen den Bau einer Entflechtungsstraße, stellen uns aber entschieden gegen eine unlogische und nicht zeitgemäße Dammvariante.

Wir waren sehr enttäuscht, dass die CDU-Fraktion nicht auf unserer Gesprächsangebot reagiert hat und uns nie erklären konnte, warum Variante A und nicht unsere kombinierte Variante von der CDU bevorzugt wird. In Vorbereitung auf ein vergleichbares Schreiben an die Mitglieder des Verkehrsausschuss haben wir aber immer mehr verstanden, warum die CDU nicht mit uns reden möchte. Herr Potthof, Planer und Inhaber des für den Straßenbau beauftragten Ingenieurbüros IPL, sitzt auf Vorschlag der CDU als sachkundiger Einwohner im Verkehrsausschuss. Die CDU scheint sich also anderweitig ein Bild von der Sache gemacht zu haben und offensichtlich andere Interessen zu verfolgen, die wir Immendorfer nicht verstehen können/ wissen sollen?!

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Ab hier findet ihr ältere Updates. Aufgrund der schönen Übersichtskarte der Variante bleibt es zunächst erhalten.

Am 16.06 haben wir die neuen Varianten von der Stadtverwaltung in einem Gespräch mit Vertretern von Meschenich und Rondorf sowie den Planern vorgestellt bekommen. Zunächst kann ich sagen, dass der Immendorfer Widerstand Früchte getragen hat. Die chaotische und rechtlich inkorrekte Planung ist ad acta gelegt worden. Das ist ein großer Erfolg, den wir Immendorfer uns zuschreiben können. 

Drei Varianten sind vorgestellt worden, die nördlich der Straße "Vor dem Dorf", also auf den Feldern zwischen Immendorf und Rondorf liegen. Auch ein großer Fortschritt!
Die südliche Südvariante (E, blau) existiert aber immer noch und es ist eine noch südlichere Variante dazu gekommen (E2, grün), die etwas abrückt vom roten Haus, d.h. (noch) etwas näher an Immendorf liegt. 
Variante A ist die neue Vorzugsvariante der Stadtverwaltung. Die Vorzugsvariante ergibt sich aus der Bewertung aller Varianten hinsichtlich bestimmter Punkte, die eine unterschiedliche Gewichtung haben und am Ende anhand der Bepunktung die Vorzugsvariante ergibt. 
Variante A hat leider nur ein allzu bekanntes Problem. Nicht nur die letztes Jahr vorgestellte Variante E (blau) wird auf einem Damm geführt, sondern auch die Varianten A (rosa) und E2 ( grün). 
Das ist weiterhin völlig inakzeptabel! 

Da Variante A die aktuelle Vorzugsvariante ist, wurde uns nur diese im Detail gezeigt. Die anderen nicht - einen ausführlichen Vergleich konnten wir daher nicht ziehen. Der Damm von Variante hat an seiner höchsten Stelle eine höhe von sechs Metern und läuft bis zur Immendorfer Hauptstraße aus. Noch nicht drin bei der Höhe ist ein Lärmschutz. Aber ihr könnt euch vorstellen, was an Höhe noch hinzukommt, wenn ein LKW über diese Straße fährt. 

Nun steht auf unseren Plakaten in Immendorf " Ja zur Entflechtungsstraße - Nein zu einer Dammstraße" und nicht " Ja zur Entflechtungsstraße - Nein zu einer Straße über die Immendorfer Ausgleichsfläche". Das ist nicht nur darin begründet, das letzteres viel zu lang für ein Plakat ist, sondern, dass von Anfang an klar war, dass eine Dammstraße egal, wo sie errichtet werden soll, nicht in Frage kommt. Und jetzt hat sich ja auch gezeigt, was wir Immendorfer die ganze Zeit gesagt haben: es ist ohne auch Damm möglich! (Siehe Variante G und F)

Die Unterschiede in der Bewertung der Varianten im Variantenvergleich sind marginal. Das bedeutet eine klitzekleine andere Bepunktung kann auch beispielsweise Variante F oder auch Variante E2 zur Vorzugsvariante machen.
Für Immendorf am besten (und auch für Rondorf) ist eine abgewandelte Form von Variante G. Im Bereich von Immendorf ist Variante G zufriedenstellend. Ausreichender Abstand zur Bebauung von Rondorf sowie Immendorf und keine Dammführung, ggf. eine leichte Überhöhung des Radwegs für die Kreuzung in Verlängerung der Straße "am Moosberg". 
Variante G verliert jedoch ein paar Punkte im Bereich der Kiesgrube (Biotop), da diese dort die westliche äußere Ecke schneidet. Daher wollen wir eine Variante G2 vorschlagen, die im Bereich von Immendorf Variante G folgt und im Bereich von der Kiesgrube eher Variante A, sodass die Kiesgrube gar nicht berührt wird.
Auf diese Weise (plus noch ein paar andere Punkte, die jetzt hier zu weit führen) kann Variante G zur Vorzugsvariante werden.


In unserem Downloadbereich findet ihr ein "JA zur Entflechtungsstraße - NEIN zu einer Dammstraße"-Fensterschild in der Größe DIN A4. Um unseren Immendorfer Protest mit den Banner noch zu verstärken, könnt ihr das Fensterschild ausdrucken und ins Fenster hängen. Gerne auch für Eure Nachbarn ausdrucken, die kein Internet oder Drucker haben.  


Vorab:

Wir sind nicht gegen eine Entflechtungsstraße, sondern wir wollen die beste Lösung für alle. Für uns ist das die nördliche Südvariante ohne Damm (zwischen rotem Haus und Rondorf). Bis dato existieren keine nachvollziehbaren Gründe gegen die nördliche Südvariante, geschweige denn für die neue, südliche Südvariante. Von Stadt, Planer und Investor konnten keine Gründe genannt werden, sodass wir davon ausgehen müssen, dass andere Interessen dahinterstecken! 


1. Wie sieht die "neue" Variante der Entflechtungsstraße aus?

 

Die neue, südliche Süd-Variante der Entflechtungsstraße soll in dem Streckenabschnitt "Am Moosberg/ Immendorfer Hauptstraße" auf einem Damm errichtet werden und ungefähr entlang der hier blau eingezeichneten Strecke verlaufen. Wir sprechen bei der blauen Variante von der Dammvariante. Dies schließt für uns den südlicheren, näher an Immendorf befindlichen Linienverlauf der Straße mit ein, da in diesem Bereich aufgrund des Stark ausgeprägten Geländesprung nur mit einem Damm oder einer Brücke möglich ist. Weiter nördlich ist der Geländesprung weniger stark ausgeprägt und es bedarf deshalb keiner Damm- oder Brückenlösung! (Korrektur 20.06.2021: Liegt die Straße in nördlicher Richtung direkt neben der Straße vor dem Dorf, ist ebenfalls ein Damm notwendig, da sonst die Pipelines im Weg sind)



2. Was spricht für diese neue südliche Süd-Variante?

Laut dem Planer der Straße spricht folgendes für die südliche Süd-Variante:


  • Östlich von der Straße "Vor dem Dorf" bzw. in Richtung Rondorf beginnt die Wasserschutzzone III. Dies macht eine Straße allerdings "nur" teurer, da entsprechende Grundwasserabsicherungen verbaut werden müssen. Dies stellt kein Hindernis für die Straße zwischen rotem Haus und Rondorf dar. Übrigens das gesamte Neubaugebiet befindet sich in Wasserschutzzone III unmittelbar an der Grenze zu Wasserschutzzone II. 
  • Neben und zum Teil unter der Straße vor dem Dorf sowie Richtung Giesdorfer Höfe quer übers Feld liegen wichtige Versorgungsleitungen. Das ist korrekt und aufgrund dieser Leitungen kann die Straße "Vor dem Dorf" auch nicht ausgebaut werden. Aber der Betreiber der Versorgungsleitungen, die Rhein-Main-Rohrleitungsgesellschaft (RMR), hat uns gegenüber mehrfach geäußert, dass die Leitungen zwar nicht großflächig überbaut werden dürfen. Eine teilweise Überbauung sowie eine Kreuzung der Leitungen ist jedoch kein Problem. Gegen eine nördlichere Südvariante spricht für die RMR nichts!
  • Der Rad-/Fußweg am Moosberg, der die Straße "Vor dem Dorf" kreuzt, soll niveaufrei die Straße queren. Diese Forderung von der Bezirksvertretung wurde zum damaligen Zeitpunkt gestellt ohne zu wissen, welche Konsequenzen (Damm) daraus von den Planern gezogen werden. Von dieser Forderung wurde mittlerweile abgerückt hin zu einer schlanken Brückenkonstruktion, die die Straße zwar nicht niveaufrei aber dafür viel wichtiger, kreuzungsfrei quert.
  • Was spricht noch dafür? Uns sind keine nachvollziehbaren Gründe bekannt!? 


3. Was spricht für Immendorf dagegen? 

  • Eine "Dammstraße" passt nicht ins Landschaftsbild und schneidet Immendorf vom Kölner Süden ab
  • Die Gehölze "am Moosberg", die einen geschützten Landschaftsbestandteil darstellen, fallen der Straße zum Opfer
  • Die junge Ausgleichsfläche im Bereich von Immendorf mit Obstgehölzen und die Blumenwiese (sog. magere Fettwiese) wird durchschnitten und in der Fläche reduziert
  • Der Hang am Hügel der Straße "vor dem Dorf" ist eine ehemalige Uferböschung eines eiszeitlichen Rheinarms. Diese wird als Alluvialrinne bezeichnet und ist in seiner Charakteristik schützenswert. Am Fuß der Alluvialrinne befindet sich eine sogenannte Feuchte Senke oder auch Nebelsenke. Diese sind wichtig für das Stadtklima (siehe weiter unten)
  • Die weiter nördlich befindliche Kiesgrube (eingetragenes Biotop im Biotopkataster) soll in Teilen verfüllt werden. Die sogenannten Ruderalflächen des Biotops werden zerstört. 
  • Hinter der Kiesgrube und kurz vor der Bödinger Straße schließt sich eine weitere Ausgleichsfläche an, die der Straße ebenfalls zum Opfer fällt
  • Ein Damm behindert den Transport von kälterer Luft nach Rondorf und weiter ins Stadtinnere. Die Planungshinweiskarte Hitze sowie der Fachbericht Klimwandelgerechte Metropole Köln weisen ausdrücklich darauf hin, dass bereits in einem frühen Stadium Planungsvorhaben entsprechend der Stadtklimamodelle angepasst werden sollen. "Die Zunahme an Sommertagen und heißen Tagen durch den Klimawandel sollen nicht durch eine ungünstige Flächennutzungsänderung deutlich verstärkt werden.


Unsere Restriktionskarte ist nachfolgend zu finden. Dies ist ein Ausschnitt aus unseren Vortragsfolien vom 02.02.2021. Zu finden in unserem Downloadbereich.


4. Wie sieht der Zeitplan aus?

Diese neue Variante wurde Anfang Dezember 2020 der Bezirksvertretung vorgestellt. Da die Straßen fertig sein müssen bevor der Bau des Neubaugebiets beginnt, stehen die Planungen für die Entflechtungsstraße unter einem enormen Zeitdruck. Im ersten Quartal 2021 sollte diese Variante in die Offenlage gehen und wenig später zur Entscheidung dem Rat der Stadt Köln vorgestellt werden. Der Termin für die Offenlage wurde mittlerweile ins zweite Quartal verschoben. Außerdem stimmt die Bezirksvertretung Rodenkirchen über diese Variante noch ab. Deren Entscheidung stellt allerdings lediglich eine Empfehlung dar, die der Rat der Stadt Köln nicht folgen muss. 


5. Was ist noch wichtig zu wissen?

Die Mehrheit der Bezirksvertretung Rodenkirchen (Grüne, SPD, FDP) hat die Beschlussvorlage von März 2020 so verstanden, dass damit auch die Linienführung (nördliche Südvariante, zwischen rotem Haus und Rondorf) festgelegt ist. Entsprechend empört ist die Mehrheit der BV Rodenkirchen über diese neuen Pläne. 


Warum sind wir so früh so gut informiert? Investor und Planer sind bereits im Mai letzten Jahres, keine zwei Monate nach der Beschlussvorlage, mit einem sehr detaillierten Plan an direkt betroffene Bürger herangetreten. Zu diesem Zeitpunkt haben wir die Pläne der neuen, südlichen Südvariante nicht ernst genommen, da keine Vorzüge der neuen Variante genannt werden konnten und uns die Restriktionen (geschützter Landschaftsbestandteil, Alluvialrinne, Ausgleichsflächen, Kiesgruben-Biotop) bekannt waren. Irgendwann verdichteten sich jedoch die Hinweise, dass diese neue Variante ernst gemeint ist und (erst) auf Nachfrage des Bezirksbürgermeisters wurden die neuen Pläne dann der Politik vorgestellt. 

Stadtverwaltung, Planer und Investor bezeichnen die neue südliche Südvariante als eine Detailplanung der Planung, die aus der Beschlussvorlage hervorgeht. 


In einem virtuellen Gespräch mit Vertretern der Dorfgemeinschaften Rondorf, Meschenich und Immendorf sowie mit der Stadtverwaltung sowie Planer und Investor am 09.02.2021 konnte nur diese südliche Südvariante sehr detailreich, quasi planungsfertig vorgestellt werden. Ähnlich detailreiche Pläne für andere Varianten bspw. die nördliche Südvariante konnten nicht gezeigt werden. Schlimmer noch: die existieren bis dato noch überhaupt nicht!


Die Planung einer nördlichen Südvariante wurde von der Politik nun beauftragt und auch uns in dem Gespräch am 09.02.2021 zugesichert. 

Aus unserer Sicht erfolgte dies allerdings nur zähneknirschend. Das heißt wir müssen auf der Hut bleiben! 


Stand: 20.06.2021